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Gruppenbild mit Dame

Roman
Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Böll, Heinrich
Medienkennzeichen: 50
Jahr: o. J.
Mediengruppe: Belletristik
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Verfasser: Suche nach diesem Verfasser Böll, Heinrich
Medienkennzeichen: 50
Jahr: o. J.
Verlag: Stuttgart, Deutscher Bücherbund
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Beschreibung: Lizenzausg., 400 S.
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Fußnote: "Gruppenbild mit Dame", Heinrich Bölls wohl wichtigster Roman, ist nicht nur sein umfangreichstes, sondern auch sein umfassendstes Werk. Man kann es als eine Summe seines Schaffens bezeichnen. Viele Motive seiner früheren Romane, Erzählungen und Satiren versammeln sich in diesem Buch in neuer Gestalt und treten zueinander in Beziehung. Zunächst einmal ist der figuren- und episodenreiche Roman ein Zeit- und Gesellschaftspanorama. Mehrere Jahrzehnte der deutschen Vorkriegs- und Nachkriegsgeschichte werden anschaulich durch ein Geflecht der Lebensläufe in einer westdeutschen Großstadt. Man begegnet Figuren, in denen das Individuelle mit dem Typischen untrennbar verschmolzen ist. Bauunternehmer, Immobilienhändler, Großindustrielle, Friedhofsgärtner, Nonnen, Wissenschaftler, Arbeiterinnen, Krankenpfleger, deutsche Soldaten, russische Kriegsgefangene, türkische Gastarbeiter, Erfolgreiche, Scheiternde, Angepaßte, Sich-Verweigernde, Opportunisten und Sonderlinge - alle sind mit einem Blick fürs charakteristische und auch bizarre Detail gesehen, der diese scheinbar mit leichter Hand skizzierten Porträts zu genauen, intimen und kritischen Miniaturen macht. Ausgangspunkt und Zentrum dieses Figurenspiels ist aber eine Frauengestalt, die immer wieder alle Aufmerksamkeit des Verfassers auf sich zieht. Sie hat eine große Anziehungskraft auf alle Menschen, die mit ihr in Berührung kommen, und sie übersteht ihr von außen gesehen schweres Schicksal, ohne daß ihr Wesen, ihre seelische Kraft davon geschwächt würde. Immer weiß sie, was ihr und anderen Menschen gemäß ist mit der naiven Sicherheit eines zur Liebe bestimmten Menschen. So wird sie wie von selbst Mittelpunkt einer andeutungsweise sichtbar werdenden Gegengesellschaft. Wer ist diese Frau? Aus dieser Frage entwickelt sich das Buch als ein facettenreicher Zusammenhang aus Berichten und Selbstdarstellung aller Personen im Umkreis dieser Zentralfigur, die für alle zugleich Wirklichkeit und Bild ist.
Mediengruppe: Belletristik